141 km – 5:14 h

Auch in diesem Jahr hatten wir ein Wochenende im Tipi in Liechtenstein geplant. Da ich zu dem Zeitpunkt noch Ferien hatte, konnte ich also ein Vorhaben umsetzen, das auch schon länger auf meiner Liste stand: die Anreise mit dem Rennrad zu unternehmen. Das Wetter Anfang September passte auch, also konnte ich es diesmal wirklich angehen. Gleichzeitig war auch klar, dass es quasi die Abschiedstour für mein geliebtes Rennrad werden würde, da dieses bald in den wohlverdienten Ruhestand gehen würde.

Da ich keine Lust hatte, auf der deutschen Seite bis Konstanz zu fahren, weil da die Strecke mit dem Rad aufgrund der Dauerbaustelle einfach nicht schön ist, bin ich über Stein am Rhein gefahren. Dort hat man auf der Brücke auch gleich einen schönen Fotospot.

Mit dem Rennrad den Radweg zu nutzen ist auf der Strecke bis Konstanz bzw. Kreuzlingen stellenweise noch ganz gut möglich. Danach verläuft der Radweg leider weder direkt am See entlang noch ist er gut befahrbar, wenn man ein gewisses Tempo fahren will. Von den ganzen Spazierradfahrern, die sich im Sommer so am See tummeln, mal abgesehen. Also bleibt nur die Straße. Nachdem ich mich in Kreuzlingen wieder mal verfahren habe, wie gefühlt jedes Mal, wenn ich da mit dem Rad herkomm, ging es also entlang der Straße weiter. An der Straße hat es einen markierten Seitenstreifen und in der Schweiz wird nicht so schnell gefahren, aber schön ist natürlich trotzdem anders.

Da die Mitnahmekapazität auf dem Rennrad sehr begrenzt ist, war der Zwischenstopp in Höchst beim Bioladen schon eingeplant, die Geldersparnis war den Abstecher nach Österreich allemal wert.

Nun wollte ich am Rhein entlang Richtung Liechtenstein fahren. Von der Idee her gut, was mir nicht klar war: der Radweg ist nicht durchgehend asphaltiert. Also bin ich eine ganze Weile über Schotter gefahren, mit dem Rennrad keine Freude und auch nicht besonders gut fürs Rad. Schließlich war der Radweg wieder als solcher zu erkennen, verlief nun aber meist zwischen dem begradigten Rhein und der Autobahn. Schön ist natürlich, dass man immer mehr in die Alpen hineinfährt, die Berge also immer höher werden.

Trotzdem war ich ziemlich froh, als ich in Liechtenstein auf die linke Rheinseite, weg von der Autobahn, wechseln konnte. Und dass ich vereinbart hatte, mich mit dem Auto einsammeln zu lassen. Nach 141 km war meine Lust, noch nach Triesenberg die Serpentinen neben den Autos hochzuradeln, nicht mehr als solche zu bezeichnen.

Im Endeffekt war es gute Gefühl, diese Tour mal gemacht zu haben. Das Wetter war ein Traum und ich hab es genossen, endlich mal wieder eine lange Strecke auf dem Rennrad gesessen zu sein. Aber dennoch werde ich diese Tour so schnell nicht wiederholen, weil die Strecke einfach nicht so besonders schön ist.

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