Am Morgen regnete es mal wieder sehr gründlich. Wir ließen es also langsam angehen und tranken erstmal Kaffee und Tee und planten, was wir so tun wollten. Bis wir dann loskamen, hatte der Regen fast aufgehört. Wir fuhren nach Lajes do Pico und besuchten dort das Museu dos Baleeiros, das die Geschichte des Walfangs auf Pico erzählt. Auf Pico wurde der Walfang noch traditionell betrieben, als Wale anderswo auf der Welt bereits industriell getötet und verarbeitet wurden. So konnte auf Pico auch niemand mehr nur vom Walfang leben. Die Walfänger fuhren in kleinen Boten raus und jagten die Wale mit Harpunen. Eins dieser Bote war auch im Musem zu sehen.

Den Geocache am Museum hatten wir direkt vor dem Besuch gefunden, danach schauten wir uns noch in der Touristeninformation um und liefen ein Stück am Wasser entlang zu einer der bekannten roten Windmühlen. In der Zwischenzeit blinzelte der Pico immer mal wieder durch die Wolken.

© lieblingsmensch

Nun war der Plan, nach São Roque do Pico auf die andere Seit der Insel zu fahren, um dort den Laden einer Künstlerin zu besuchen, die hübsche Dinge aus Lavasteinen herstellt. Als wir hochfuhren Richtung Hochland, stellten wir fest, dass wir gar nicht in den Wolken waren, sondern stattdessen einen tollen Blick auf den Pico und die umliegende Landschaft hatten. Also entschieden wir uns spontan, die EN3 Richtung Madalena zu nehmen, die vom Abzweig 9km lang nur geradeaus führt. Wir wurden nicht enttäuscht, denn der Pico ließ sich immer wieder zwischen den Wolken blicken und die Straße führt entlang der über 100 Vulkane, was ein beeindruckender Anblick ist.

© lieblingsmensch
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In Madalena gingen wir zunächst etwas essen. Der Lieblingsmensch hatte ein kleines Restaurant ausgesucht, Tasca O Petisca, was eine vielversprechende Karte hatte. Dass es dort mittags ein Büffet mit traditionellen azorischen Gerichten gab, wussten wir vorher nicht, freuten uns aber umso mehr über diese schöne Überraschung, denn alles war total köstlich! Zum Nachtisch genossen wir noch ein letztes Mal Maracuja-Creme, die wieder der Knaller war!

Im Anschluss fuhren wir zum Continente, weil wir zum Abendessen gerne nochmal eine Ananas von Pico haben wollten. Dann ging es nach São Roque, wo wir feststellen mussten, dass der Laden der Künstlerin leider geschlossen war.

Da es um die Mittagszeit war, fuhren wir erstmal weiter zur Ponta Rasa, einer weiteren roten Windmühle mit tollem Ausblick über die Küste aus Lava-Gestein. Außerdem blinzelte der Pico wieder durch die Wolken hervor.

Nun ging es weiter zur Piscina Naturais São Roque, einem der hier typischen natürlichen Schwimmbecken im Meer. Es sah um diese Jahreszeit mit dem Wellengang und dem Wind nicht ganz so einladend ein, ist im Sommer aber bestimmt ein Traum. Die vielen Parkplätze zeugten auch davon, dass hier im Sommer sehr viel Trubel sein dürfte, jetzt war es total einsam. Den Geocache vor Ort konnten wir leider nicht finden. Ein Stück weiter machten wir noch einen kleinen Stopp für die Aussicht.

Auf dem Rückweg Richtung Madalena versuchten wir es nochmal bei der Künstlerin. Leider war noch immer geschlossen und es gab auch keinen Hinweis auf Öffnungszeiten. In Madalena versuchten wir es bei Pico Wines, hatten aber auch dort kein Glück, denn sie machten erst am Montag wieder auf.

Also entschlossen wir uns, zurück zur Unterkunft zu fahren, zumal wir ja noch packen mussten. Auf dem Weg steuerten wir noch die Adega do Volcãos an. Der Weg dorthin ging mal wieder über Schotter, aber sie war für den Winter geschlossen, also bekamen wir wieder keinen Wein. Dafür zeigte sich der Berg nochmal wolkenfrei und wir bekamen ein paar tolle Fotos.

Im kleinen Supermarkt auf dem Weg nahmen wir noch einen azorischen Rotwein mit, um uns das Packen zu verschönern. Außerdem hielten wir noch bei Picoartes, wo es für unseren Geschmack viel zu kitschige Sachen gab. Aber wir fanden noch hübsche Souvenirs aus Lavasteinen und den Schalen von Lapas.

Zurück an der Unterkunft schauten wir uns die natürlichen Schwimmbecken ums Eck an. Das Wasser sah sehr wild aus, so dass wir den kurzen Gedanken an badengehen direkt wieder aufgaben.

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Den Abend verbrachten wir mit Aufräumen und Packen und genossen unsere letzte Ananas. Sie war wieder köstlich süß!

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