Unser Aufenthalt im Kleinwalsertal zu Pfingsten musste leider kurzfristig ausfallen, weil unser Auto in der Werkstatt und das Ersatzteil nicht lieferbar war. Die Werkstatt war zwar so nett und stellte uns ohne weitere Kosten einen Ersatzwagen zur Verfügung, das ist aber erst möglich, wenn das Ersatzteil drei Werktage lang nicht lieferbar ist und das ging leider vor Pfingsten nicht auf. Deshalb entschieden wir uns, im Sommer nochmal herzukommen, auch wenn das bedeutet, dass der Lieblingsmensch nur die beiden Wochenenden hier sein kann, weil er bereits wieder arbeiten muss. Er nimmt also am Montag die 2,5 stündige Fahrt von hier in die Arbeit und am Freitag die Rückfahrt von der Arbeit hierher in Kauf.

Während unserer Anfahrt regnete es durchgehend und ergiebig. Nach Wochen der Trockenheit grundsätzlich eine gute Sache, allerdings regnete es gleich so stark, dass Zugverbindungen unterbrochen wurden und Straßen teilweise nicht passierbar waren. Mein ursprünglicher Plan – mit dem Rennrad schonmal ins Kleinwalsertal zu fahren – ließ sich nicht umsetzen. Das fand ich super schade, da er im Jahr zuvor ebenfalls am Wetter gescheitert war. Mein Alternativplan war aber auch schön, denn ich konnte mich mit meiner lieben Freundin aus der alten Heimat und ihrem Mann in Lindau treffen. Von dort wollte ich mit dem Zug nach St. Margrethen, wo der Lieblingsmensch mich einsammeln wollte. Das scheiterte aber an besagtem Unwetter, der Zug fuhr gar nicht erst aus Lindau ab. Also kam der Lieblingsmensch mit dem Auto nach Lindau, was aber gar nicht so einfach war, weil das Chaos schon in vollem Gange war. Wir trafen uns am Bahnhof in Lindau-Reutin und ich fuhr von dort weiter. Wir fuhren nun aber über Oberstaufen, denn zurück über Begrenz war gar nicht mehr möglich. Das Fahren war alles andere als schön, dafür waren Auto und Fahrräder bei der Ankunft ziemlich sauber. Zum Abladen der Fahrräder fuhren wir direkt an die Garage, danach rückwärts ans Haus, sodass wir das Ausladen fast trocken schafften.

Wir sind wieder in „unserer“ Wohnung Nr. 5 und es fühlte sich ein bisschen an wie Heimkommen und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Der Plan für den ersten Tag war der Kauf von Wanderstiefeln für den Lieblingsmenschen, da seine inzwischen ungefähr 20 Jahre alt sein dürften und völlig hinüber sind. Vorher sind wir aber erstmal zum Käsestadl nach Hirschegg gefahren und haben uns mit gutem Käse und ein paar anderen Sachen versorgt. Dann ging es zum Schuhladen Rief. Die Filiale in Hirschegg gibt es nicht mehr, also sind wir nach Riezlern gefahren. Dort wurde der Lieblingsmensch sehr gut und ausführlich beraten und konnte sich schließlich für ein Paar entscheiden. Ich nutzte die Gelegenheit, Lederpflege zu kaufen, damit meine viel genutzten Wanderschuhe endlich mal behandelt werden konnten. Nun besorgten wir noch die restlichen Lebensmittel im MPreis und in der Räucherkammer und fuhren dann ins Hirscheck in Hirschegg zum Essen. Es war wie immer sehr lecker und reichlich.

Zurück in der Wohnung versorgten wir die Einkäufe und machten uns dann bald auf den Weg, da der Lieblingsmensch die neuen Schuhe ausprobieren wollte. Leider begann es direkt nach dem Aufbruch zu regnen, sodass wir uns an der Auenhütte unterstellten. Zum Glück hörte es bald auf und wir konnten weiter Richtung Melköde laufen. Da das Wetter eher durchwachsen und es schon später am Nachmittag war, waren nicht mehr so viele Leute unterwegs. Wir sind nicht ganz bis zur Melköde gelaufen. Da wir beide den Geldbeutel daheim gelassen hatten, konnten wir sowieso nicht einkehren. Auf dem Rückweg hab ich noch die Gelegenheit für einen Sprung in den Herzsee genutzt. Außerdem hatten wir herausgefunden, dass in der unmittelbaren Nähe unserer Unterkunft ganz neu ein Geocache liegt, den wir natürlich gleich gesucht haben.

© lieblingsmensch
© lieblingsmensch

Am Abend wollten wir eigentlich grillen. Da es aber wieder anfing zu regnen, verschoben wir es auf den nächsten Tag und aßen von den restlichen Vorräten.

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