Beim Joggen am Morgen kam ich auf die glorreiche Idee, ein Stück über den Torne zu laufen. Was beim Spazierengehen gut zu machen ist, stellte sich als sehr ungünstig heraus, bei jedem Schritt bin ich eingesunken und deshalb lieber auf die Straße zurückgekehrt.

Nach Kaffee und Tee sind wir Richtung Jukkasjärvi über den Torne losgegangen. Der Lieblingsmensch hat Schneeschuhe genommen und wir haben uns an die breiten und damit gut festgefahrenen Spuren der Schneemobile gehalten, was ziemlich gut ging. Und es bleibt surreal, einfach so über einen Fluss zu laufen.

Das Icehotel wollten wir natürlich auch besichtigen und hatten Glück, denn die Saison endet an diesem Wochenende. Der Eintritt kostet pro Person über 30€, aber es ist natürlich auch ein irres Erlebnis. Es gibt die normalen Zimmer, die alle mehr oder weniger gleich sind und die Künstlerzimmer, die jeweils von unterschiedlichen Künstlerinnen gestaltet sind. Total beeindruckend, weil man sich gar nicht vorstellen kann, wie man so filigrane Sachen aus Eis gestalten kann. Im Icehotel herrscht eine Temperatur von -5 Grad. Das fühlt sich deutlich kälter an als es klingt. Ich hab vor allem im Gesicht gefroren. Neben dem Icehotel befindet sich direkt die Eisproduktion. Die Eisblöcke werden quasi im Torne „geerntet“.

Nach unser Rückkehr in unsere Hütte haben wir erstmal gevespert. Dann sind wir nach Kiruna in die Stadt gefahren. Und obwohl alle Supermärkte grundsätzlich immer geöffnet haben, auch an den Feiertagen, war in der Stadt am Ostersamstag alles zu. So musste leider auch das geplante Fika ausfallen. Aber wir haben die berühmte Kirche besichtigt. Das Altarbild und die ganze Atmosphäre in der Holzkirche haben mich sehr angesprochen.

Krasse Vorstellung, dass sie und alle anderen Gebäude in Kiruna bis 2040 ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden, weil der ganze Ort als Folge der Bergschäden durch den Eisenbergbau gefährdet ist. Der Bergbau ist zudem total präsent. Die Abraumhalde ist so hoch, dass es darauf sogar einen Skilift gibt. Schnee genug hat es hier ja. Wir haben LKWs gesehen, die vollgeladen mit Schnee waren, der abtransportiert werden musste.

Nach einen Einkauf im Stora Coop sind wir noch nach Jukkasjärvi gefahren. Erstens hatten wir den Geocache am Icehotel vergessen, außerdem wollten wir uns auch hier gern die Kirche anschauen und das kleine Sami-Museum besichtigen. Den Cache fanden wir schnell und wir mussten auch nur etwas durch Tiefschnee steigen.

Die Kirche war dann leider geschlossen und beim Museum hatten wir knapp die Öffnungszeit verpasst. Aber wir konnten einen weiteren Cache mitnehmen, den wir erreichen konnten, indem wir den tiefen Spuren im Schnee folgten.

Am Abend in der Hütte haben wir es uns dann mit den Supermarkteinkäufen gemütlich gemacht. Und wo das Fika schon ausgefallen war, gab es wenigstens kanelbullar aus dem Coop.

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