Wie unglaublich weit im Norden wir sind, merkten wir an unserem ersten Morgen in Kiruna: die Sonne ging unfassbar früh auf! Als ich um 7 Uhr bei -8°C joggen gegangen bin, stand sie schon richtig hoch am Himmel. Der Lauf war herrlich und ging teilweise über eine geschlossene Schneedecke, auf der Straße wohlgemerkt. Vom Fluss Torne konnte ich überhaupt nichts sehen, er ist komplett zugefroren und mit Schnee bedeckt. Völlig verrückt.

Mit Wasser aus dem Kanister haben wir uns frisch gemacht und erstmal Kaffee und Tee getrunken. Leider gab es nur löslichen Kaffee, aber mit der guten Barista-Hafermilch ließ er sich halbwegs trinken.

Schließlich machten wir uns auf den Weg, um einen Geocache zu heben. Auf dem Gelände trafen wir unsere Vermieterin, die uns bestätigte, dass man einfach über den Fluss laufen kann. Wir sollten nur den Schneemobil-Spuren folgen. Wir liefen quasi über das Wasser. Den Geocache konnten wir auf diesem Weg leider trotzdem nicht erreichen, da wir dazu ohne Spur durch Tiefschnee gemusst hätten. Also genossen wir einfach so den surrealen Anblick bei dem kleinen Spaziergang.

Zurück in der Hütte haben wir erstmal was von unseren Supermarktvorräten gegessen. Danach sind wir losgefahren. Die Geocaches haben wir dann per Auto angefahren und schnell gefunden, drei weitere Richtung Laxforsen bzw. in der Nähe der schwedischen Raketenbasis Esrange blieben leider unentdeckt, weil wir im tiefen Schnee hüfttief eingesunken sind. Esrange hat ein kleines Visitorcenter, was wir noch besucht haben.

Dann ging es Richtung Nikkaluokta. Gefühlt sind wir einfach 70km in eine Richtung gefahren. Nach Nikkaluokta kommt dann nix mehr außer Natur. Einen Blick auf die beiden Gipfel des Kebnekaise, des höchsten Bergs von Schweden konnten wir auch erhaschen.

Nikkaluokta ist vor allem ein Ausgangsort für Unternehmungen in der Natur. Hier kann man auf den berühmten Fernwanderweg Kungsleden einsteigen oder eben zum Kebnekaise wandern. Im Winter kann man langlaufen oder mit dem Schneemobil fahren. Wir sind ein bissle ums Dorf spaziert, haben die Kapelle angeschaut, waren im Souvenirladen und sind dann gemütlich auf Rentierfellen in der Sonne gehockt. Erstaunlicherweise war es in warmen Sachen gar nicht so kalt. Mein persönlicher Schwachpunkt, die kalten Füße mal ausgenommen. Bei diesen Temperaturen halfen auch die Bergstiefel nicht.

Am Abend nahmen wir im Restaurant am traditionellen Osteressen teil. Es gab feine Spezialitäten, die alle dort hergestellt wurden.

Sehr satt und zufrieden sind wir in unsere Hütte zurückgekehrt.

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