Am zweiten Tag unseres üblichen Liechtenstein-Winter-Wochenendes lockten wieder Sonne und blauer Himmel. Da wir zum Mittagessen bereits das Hotelzimmer räumen mussten, war an eine Tagestour nicht zu denken. Also hab ich mich für eine Wanderung auf den Schönberg entschieden, was somit fast schon zur Tradition dieser Wochenenden im November im Malbun gehört.

Los ging es noch deutlich im Schatten. Der erste Aufstieg über den Fahrweg hatte nur kleine, aber dafür vereiste Schneestellen. Erst kurz hinter dem Sassfürkle kam ich auf die Nordseite der Hänge. Im Schatten war der Schnee erhalten geblieben und ich lief durch eine traumhafte Winterlandschaft. Währenddessen konnte ich schon den fast schneefreien Gipfel vor mir sehen.

Der Weg durch den Schnee war nicht immer eindeutig, aber am Schönberg kann man auch auf Sicht laufen, sodass es kein Problem war. Oben angekommen konnte ich sehen, was uns auf dem Heimfahrt am Nachmittag erwarten würde: wir kehren in den Nebel bzw. unter die Wolken zurück. Deutlich sichtbar waberten sie unter mir durch das Rheintal und über den Bodensee.

Am Gipfel war ich nur kurzzeitig allein, weil die Wanderung auf den Schönberg wohl ein beliebtes Vergnügen für den Sonntagmorgen ist. Da die beiden Wanderinnen lautstarke Gespräche führten, habe ich mich nicht lange aufgehalten und bin auf demselben Weg zurückgelaufen. Und staunte bei der Rückkehr in die Winterlandschaft wieder einmal darüber, wie viel es ausmacht, auf welcher Seite vom Berg man sich befindet.

Beim weiteren Abstieg hatte ich noch eine großartige Aussicht auf die Churfirsten. Ich freu mich jetzt schon auf unser nächstes Winterwochenende im Malbun!

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