12,13km und 1018Hm

Dieser Berg stand schon auf dem letzten Trip nach Liechtenstein auf meiner Liste und musste dann ja wegen des Wetters noch warten, weil ich meine Wanderung umplante.

Dieses Mal sah das Wetter gut aus und außerdem musste ich nicht allein los, sondern war in Gesellschaft unterwegs, der weibliche Teil des Team der Säntisbesteigung von vor zwei Jahren kam hier endlich mal wieder zu einer Wanderung zusammen. Außerdem war die Wanderung der Auftakt zu unserem alljährlichen Tipi-Wochenende.

Der Ausgangspunkt der Wanderung war wieder Steg, nur diesmal parkten wir direkt an der Alpe Sücka, um uns den ersten Aufstieg bzw. den letzten Abstieg über die Asphaltstraße zu ersparen. Da Alpe wegen eines Umbaus zur Zeit geschlossen ist, gab es noch genügend freie Parkplätze, auch wenn uns nicht ganz klar war, wie die auf dem Schild ausgewiesene Parkordnung auszusehen hatte. Da das Auto am Ende des Tages noch dastand, haben wir sie wohl richtig umgesetzt.

Nach einem kurzen Stück über eine Weise vorbei an Kühen schlängelte sich der schmale Weg stetig aufwärts durch den Wald. Zwischen den Bäumen hindurch hatten wir bereits Ausblick auf das Rheintal und die Churfirsten und uns dämmerte, dass wir eigentlich schon auf dem Grat unterwegs waren.

Bald erreichten wir den Chrüppel (1706m), der sich nicht so richtig als Gipfel zu erkennen gab. Dafür stand dort ein hübsches Häusle.

Es ging weiter bergauf, der Weg wurde steiniger und ausgesetzter und irgendwann ließen wir die Bäume hinter uns.

copyright doro

Mit jedem gewonnen Höhenmeter veränderte sich die Aussicht auf die umliegenden Berge und diese war ganz großartig, da wir tollsten Sonnenschein und wirklich gute Sichtverhältnisse hatten.

Der Weg wurde immer interessanter. Nach einer kleinen Kletterei erreichten wir den grünen Gipfel des Kolm (1993m) und suchten uns ein halbwegs windgeschütztes Plätzchen zum Vespern, denn trotz Sonne war es recht frisch.

Gestärkt machten wir uns nun an den restlichen Aufstieg über den (?) Goldlochspitz (2110m) und den Rappensteinsattel, auf zum Gipfel des Rappenstein.

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Der Aufstieg vom Sattel hatte nochmal eine gute Steigung und ein paar seilversicherte Passagen, war aber problemlos zu meistern. Die Aussicht war absolut großartig. Wir konnten den Tödi sehen, die Schesaplana lugte hervor und selbst der Hohe Ifen und der Große Widderstein im Kleinwalsertal waren zu erkennen. Den Gipfel feierten wir mit Gipfelschluck und frisch gekochtem Kaffee.


Beim Abstieg über denselben Weg zurück habe ich noch den Geocache vom Rappenstein gesucht und gefunden. Nach dem Rappensteinsattel ging es nun über einen schmalen Pfad in Serpentinen durch blühende Wiesen hinunter bis zum Panoramaweg, der wieder ein breiter Schotterweg war.

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Schließlich kamen wir an den Punkt, wo ich beim letzten Mal auf den Panoramaweg getroffen war. Es folgte also wieder das kleine, nettere Wegstück, bis wir wieder auf dem Schotterweg rauskamen und diesem bis zur Alpe Sücka folgten. Dort genossen wir einen Möhlsaft und ein Appenzeller Bärli-Biber. Und bestätigten uns zum achten Mal an diesem Tag, dass wir alles richtig gemacht haben und nicht der Empfehlung des Wanderführers gefolgt waren, der die Tour in umgekehrter Richtung beschreibt.

Nun hatte ich den Luxus, dass ich bis zum Tipi gefahren wurde. Dort genossen wir gemeinsam mit dem Lieblingsmenschen, der inzwischen auch im kleinen Lieblingsland angekommen war, ein Käsefondue auf offenem Feuer und die letzten Sonnenstrahlen eines perfekten Tages.

cooyright doro

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