15,97km und 1072Hm

Unser Freund aus der alten Heimat wollte gerne eine größere Bergtour machen. Seinen Plan zur Zugspitze zu fahren und diese zu besteigen, konnte ich ihm erfolgreich ausreden, denn 2 Grad und Niederschläge waren für so eine Tour dann doch wenig attraktiv. Glücklicherweise sah das Wetter für das Kleinwalsertal halbwegs stabil aus und so wählte ich eine Tour fernab von Seilbahnen, damit es nicht zu voll würde.

Wir starteten bei uns am Haus um kurz vor 10. Vorbei am Herzsee hatten wir die Melköde bald erreicht.

Nun ging es weiter zur Schwarzwasserhütte, wo wir schon einen Blick auf den Kaiserschmarrn warfen, ansonsten aber erstmal weiterzogen. Das anfangs recht schöne Wetter zog allmählich zu. Nach zwei Stunden hatten wir die Ochsenhofer Scharte erreicht.

Schon auf dem Weg dort hinauf wurde uns klar, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten, denn es kamen uns sehr viele Leute entgegen, die den Weg vom Walmendinger Horn gewählt hatten. Gut, dass wir nun also die Gegenrichtung einschlugen, denn ab jetzt trafen wir nur noch einzelne Wanderer. Das Grünhorn war bald erreicht und wir genossen die Aussicht, die noch da war. Es zogen inzwischen immer mehr Wolken auf und wir konnten immer nur Teile der Bergwelt sehen.

Am Gipfelkreuz haben wir ein wenig gevespert, uns aufgrund der einstelligen Temperatur aber nicht zu lange aufgehalten, zumal unser nächstes Ziel immer mehr in die Wolken geriet.

Der Weg vom Grünhorn zum Steinmandl ist blau, also nur für Geübte, gekennzeichnet. Insofern gab es viel Kletterei, den einen oder anderen Zwergentod und auch mal etwas Hosenbodentechnik, durchaus anspruchsvoll, aber machbar, wenn man schwindelfrei und trittsicher ist. Wir kamen jedenfalls auf unsere Kosten.

Der Aufenthalt auf dem Steinmandl fiel ziemlich kurz aus, weil wir eigentlich komplett in den Wolken standen und es nun auch zu regnen anfing.

Also machten wir uns an den matschigen Abstieg zur Schwarzwasserhütte, von der wir den Kaiserschmarrn quasi schon riechen konnten. Während wir darauf warteten, dass er fertig wurde, genossen wir die Aussicht von der Terasse der Schwarzwasserhütte, denn inzwischen waren die Wolken wieder etwas aufgelockert.

Kalt war es durch einen frischen Wind trotzdem, sodass wir uns nach dem Genuss der Leckerei bald an den Rückweg über Melköde und Auenhütte machten. Da es unterwegs wieder zu regnen begann, aber auch die Sonne herauskam, stand die Auenhütte schließlich unter einem Regenbogen, der zum Greifen nah war. Ein gebührender Anblick zum Abschluss einer tollen Tour.

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