Der Regen blieb uns erhalten, schon beim Aufstehen war er ergibig. Die Temperatur lag bei 12 Grad. Also sind wir erstmal gemütlich geblieben.

Nach einem späten Frühstück entschieden wir uns, dass wir einen Nachtisch bräuchten. Deshalb sind wir nach Hirschegg zum s’Hirscheck gefahren, einem netten Café, das wir schon vom letzten Urlaub kannten und haben dort Kaffee und Kuchen genossen. Da es erst so aussah, als würde kein Platz frei, haben wir uns den Kuchen einpacken lassen, um ihn dann doch vor Ort zu essen. Ärgerlich um die unnötige Verpackung, aber bei dem Wetter hätten wir ihn auch nicht auf einer schönen Bank oder so genießen können. Deshalb freuten wir uns über den frei werdenden Tisch.

Danach haben wir einen Geocache angefahren, um dann festzustellen, dass er in sieben Metern Höhe im Baum hing und ohne Angel nicht erreichbar war. Der nächste Cache, den wir anfuhren, lag am Ende einer Anliegerstraße. Wir entschieden, nochmal mit dem Rad herzukommen. Der dritte Geocache war dann endlich ein schneller Erfolg.

Inzwischen war auch die Mittagspause der „Schuhklinik“ in Mittelberg vorbei. Dorthin wollte ich gern, um mir Einlagen für meine Wanderschuhe zu kaufen. Leider macht mir meine Warze unter dem Mittelfuß weiterhin große Probleme auf längeren Touren. Deshalb sollten unterstützende Einlagen her. Meine Füße wurden gescannt und ich habe mich schließlich für fertige mit einer recht starken Unterstützung entschieden. Das widerspricht meinem Barfußanspruch total, es nutzt aber leider nichts, wenn ich in den Bergen nicht lange laufen kann. Angeblich soll eine Entlastung des Vorfußes auch dazu führen, dass die Warze besser abheilen kann, da sie durch die ständige Belastung angeblich immer wieder gereizt wird. Schauen wir mal. Der Lieblingsmensch hat auch noch Schuhe bekommen, insofern waren wir erfolgreich. Unser kleiner Ausflug fiel auch in die einzige Zeit des Tages, in der es etwas weniger regnete. Als wir zurück waren, ließ es wieder richtig runter.

Trotzdem entschloss ich mich, eine Runde zu laufen und die neuen Einlagen zu testen. Gleichzeitig konnte ich meinen neuen Schirm einweihen. Damit hatte ich im Vorfeld total lange rumgemacht. Im Anschluss an unseren Urlaub werde ich hier im Kleinwalsertal die Ausbildung zur Wanderleiterin beim DAV absolvieren. Auf der umfangreichen Ausrüstungsliste stand auch ein Schirm. Irgendwie dachte ich zunächst, dass der ja völlig überflüssig wäre, wenn man eine Regenjacke und eine Regenhose dabei hat. Eine Rücksprache mit dem DAV (es gab eine Info-Telefonnummern für Rückfragen) ergab dann die Antwort: Derjenige mit dem Schirm im Regen ist der Bergführer. Mir dämmerte, dass ein Schirm durchaus Sinn macht, wenn man während der Ausbildung längere Zeit im Regen rumsteht und auf jeden Fall draußen bleibt, egal wie das Wetter ist. Der strömende Regen hier hat mich in der Einschätzung bestätigt, dass die Anschaffung eines leichten Trekkingschirms die richtige Entscheidung war.

Ich bin die Strecke gelaufen, die wir Richtung Melköde geradelt waren, dann aber am Herzsee wieder zurück gegangen. Neben dem Wetter gab es einen weiteren auffälligen Unterschied: ich war quasi allein unterwegs. Wo am Tag vorher noch echt viele Leut unterwegs waren, traf ich kaum eine Menschenseele. Die Strecke war nicht lang, aber es tat gut, sich ein bissle zu bewegen.

Am Abend waren wir zum Essen im Riezler Hof. Dort waren wir bereits bei unserem letzten Urlaub Essen gegangen, denn sie haben auch vegane Gerichte auf der Karte. Auch dieses Mal war es wieder sehr lecker und wir haben danach den Abend gemütlich ausklingen lassen.

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