Irgendwann im Jahr muss man sie einfach fahren: die erste Tour mit 100+ Kilometern. Im letzten Jahr ist das erst zum Ende des Sommers passiert. Nachdem mein Knie in den letzten Wochen Ärger gemacht hat, dachte ich schon, ich müsste den ersten 100er auch in diesem Jahr weiter verschieben, obwohl grad perfektes Radwetter ist. Allerdings hab ich ganz brav mein Knie durch Stabilisationsübungen trainiert, die scheinbar einiges gebracht haben. Außerdem habe ich die Sattelhöhe nochmal verändert, weil mir eingefallen war, dass die Knieprobleme vielleicht auch daher kamen, dass ich den ganzen Winter mit den Winterschuhen gefahren war und die normalen Schuhe ja vielleicht doch minimal anders sind.

Meine Lieblingsfahrradfreundin hatte ich nun schon eine ganze Weile nicht gesehen, natürlich auch wegen der besonderen Situation zur Zeit. Es war also absehbar, dass wir eine ganze Menge zu schwätzen haben würden. Und als wir am Treffpunkt zusammentrafen, war außerdem klar, dass wir an diesem Tag quasi zu allem bereit waren.

Wir entschieden uns für eine Tour raus aus dem Hegau und ein bissle weg vom See. Die klassischen großen Runden gehen bei uns irgendwie immer in die Schweiz, was ja zur Zeit nicht möglich ist. Für mich ging es damit mal in eine Gegend, in der ich noch nicht so oft unterwegs war. Meine typische Aussage „hier war ich schonmal mit dem Fahrrad“ traf also nicht mehr zu.

Die Tour hatte einige Höhenmeter in sich und an der Burg Hohenfels ging’s so richtig steil rauf. Belohnt wurden wir mit einer einsamen Straße und einer schönen langen Abfahrt auf der anderen Seite. Leider hielt sich der schöne Sonnenschein nicht so recht und in unserer Pause am Ilmensee fing es schon an zu tröpfeln. Als wir weiterfuhren, gerieten wir in einem sehr kalten und windigen Schauer. Zum Glück war er nur von kurzer Dauer und danach wurde es wieder wärmer. In Heiligenberg hatten wir nochmal eine tolle Abfahrt mit Serpentinen und einem schönen Blick über den See. Selbst die Alpen ließen sich erahnen.

Am Ende des Tages standen 133 Kilometer und 1200 Höhenmeter auf dem Tacho. Mein Knie hat nicht übermäßig gezickt, allerdings hatte ich abends dann noch mit meinem Belastungsasthma zu tun. Das passiert ja nur sehr selten, aber gerne mal bei den ersten Touren im Jahr, an denen es sommerliche Temperaturen hat. Manchmal habe ich den Verdacht, dass es einen Zusammenhang zur Trinkmenge auf der Tour gibt. Jedenfalls werde ich in der nächsten Zeit mal lieber das Asthmaspray in die Trikottasche stecken.

Auf dem Crossbike war ich noch nie eine so lange Tour gefahren. Es ging gut und bis auf zwischenzeitlich eingeschlafene Füße problemlos. Vielleicht sollte ich die mehrtägige Radtour vor diesem Hintergrund doch nochmal ernsthafter in die Planung nehmen.

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