Schon länger treibt mich das Thema Zucker um. Ich bin ein schreckliches Schleckermaul. Schokolade, deren Packung wiederverschließbar ist, finde ich lächerlich, da ich dazu neige, so eine Tafel einfach komplett zu essen. Wenn ich erstmal anfange, Süßkram zu essen, kann ich ganz schwer aufhören, oft halt erst wenn die Packung leer und mir schlecht ist. Ein Zustand, den ich belastend, nervig, überflüssig finde und der dadurch verschlimmert wird, dass ich mich gerne mit Essen belohne.

Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist es ein wenig besser geworden, weil ich Intervall-Fasten für mich entdeckt habe. Damit bin ich zum Essverhalten meiner Jugend zurückgekehrt, denn ich mochte eigentlich noch nie gerne frühstücken. Die Essenspause von 14 bis 18 Stunden tut mir sehr gut und in den verbleibenden Stunden ist meist nicht genug Zeit, um viel zu viel zu essen. Das war also schonmal ein erster Schritt.

Da ich quasi parallel einen krassen Haarausfall bekam, der auf Eisenmangel zurückzuführen war, hab ich mich auch nochmal intensiver mit dem Thema Nährstoffversorgung bei veganer Ernährung beschäftigt und bin irgendwann über Zucker gestolpert. Seitdem hab ich das eine oder andere Buch dazu gelesen und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es mir bei diesem Thema vermutlich wie in fast allen Bereichen im Leben geht: es geht nur ganz oder gar nicht. Ich kann vermutlich nicht nur manchmal ein paar Süßigkeiten essen. Wenn, muss ich sie verbannen. Und den Zuckerkonsum insgesamt drastisch reduzieren. Inzwischen schau ich mir also die Zutatenliste auf Lebensmittelverpackungen nicht mehr nur auf tierische Inhaltsstoffe hin an, sondern auch auf Zucker. Und bin erschrocken, in wie vielen Produkten unerwartet Zucker steckt.

Lange Rede kurzer Sinn: ich starte heute meine persönliche zuckerfrei-Challenge. Die letzten Lebensmittel mit unvermutetem Zucker, z.B. Fleischersatzprodukte, werde ich noch verbrauchen und danach erstmal keine neuen mehr kaufen. Zur Unterstützung hab ich mich zur 10-Pfund-runter-Challenge der lieben Julija von deinoutdoortrainer.de angeschlossen, da Julijas Vorgehensweise sehr gut zu meiner Challenge passt. Außerdem hab ich den Eindruck, dass ich durch die Gruppe besser durchhalten kann, was für den Anfang bestimmt eine große Hilfe ist. Und wenn wirklich ein paar Pfunde purzeln, bin ich nicht bös, auch wenn es nicht unbedingt 10 sein müssen.

Um einen besseren Überblick zu behalten und den Druck für mich zu erhöhen, nehm ich mir vor, hier jeden Tag zu berichten, was ich gegessen habe. So zwing ich mich selber, gesund und abwechslungsreich zu essen. Wenn es interessante Rezepte gibt, werde ich sie ebenfalls hier veröffentlichen, ansonsten soll es einfach über Fotos laufen. Gleichzeitig trage ich damit vielleicht auch dazu bei, aufzuklären, dass Veganerinnen eben nicht nur Gras und Steine essen.

Selbstgemachte Erbsensuppe, Orange, Granatapfelkerne
Salat, Karotten, Kidneybohnen-Tomaten-Dipp

6 thoughts

    1. Ja, Obst esse ich, denn der darin vorkommende Zucker ist natürlich. Vor allem möchte ich auf Industriezucker komplett verzichten. Der ist in erschreckend vielen Lebensmitteln zugesetzt. Ich versuche, wenn überhaupt, nur natürlich zu süßen, also z.B. mit Datteln oder Dattelsirup und anderen getrockneten Früchten. Agavendicksaft versuche ich ebenfalls zu vermeiden, weil das pure Fruktose ist.

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