Unsere letzte Etappe begann ausnahmsweise ohne Frühstück. Da wir den ersten Bus in Matt um 6:44 Uhr nehmen wollten, haben wir uns Brote vorbereiten lassen und diese mitgenommen. Der Bus brachte uns wieder nach Elm und von dort liefen wir zur Tschinglen-Bahn. Diese fährt alle halbe Stunde und es passen vier Leut hinein. Glücklicherweise waren wir die ersten, deshalb kamen wir direkt mit. Während der Fahrt hat man eine tolle Aussicht auf die Tschinglen-Schlucht, deren Durchwanderung wir durch die Fahrt ausgelassen haben. Oben angekommen, sind wir erstmal zur Tschinglen-Wirschaft gelaufen und hatten das Glück, dass wir dort ein Frühstück bekommen konnten, so blieben unsere Brote für später. Die Tschinglen-Wirtschaft ist total niedlich und klein und das Frühstück war mit selbstgebackenem Brot und Zopf total lecker. Wir bereuten fast, dass wir nicht dort übernachtet hatten.

Der nun folgende Aufstieg ab 1520 m hatte es echt in sich. Es ging die ganze Zeit steil bergauf. Laut Wanderbeschreibung sollte es auf 2128 m einen schönen Aussichtspunkt geben. Irgendwie müssen wir den aber übersehen haben. Wir haben uns ziemlich gequält beim Aufstieg. Immer öfter sind wir stehen geblieben. Dabei haben wir uns gewundert, warum es so krass anstrengend ist. Es war die 6. Etappe, okay, aber trotzdem. Schließlich kamen wir oben an und stellten fest, dass wir bereits auf dem Segnespass (2627m) waren. Praktischerweise gab es direkt dort eine Hütte, die Segnes Mountain Lodge, so dass wir uns erstmal stärken konnten.

Beim Aufstieg konnte man die ganze Zeit das Martinsloch bewundern, das wir nach dem Abstieg vom Pass nun auch noch von der anderen Seite betrachten konnten. Außerdem konnte man sehr genau die Linie der Glarner Hauptüberschiebung sehen. Der Abstieg war anfangs ziemlich steil, mit kleinen Kletterstücken mit Kette, außerdem mussten wir nochmal ein Schneefeld queren, das diesmal aber nicht abschüssig war. Der weitere Weg führte nun durch ein großes Hochtal mit vielen kleinen Bächen. Es war nicht mehr so steil und wurde am Ende richtig flach. Dort war es dann auch richtig voll, denn es gab eine Seilbahn, mit der man rauffahren konnte. Da es ja Sonntag war und total schönes Wetter hatte, waren entsprechend viele Leute unterwegs.

An der Segneshütte sind wir nochmal eingekehrt. Eigentlich wäre von hier der Abstieg nach Flims losgegangen. Wir hatten aber bereits vorher geplant, dass wir uns den nicht mehr antun wollten. Der Hüttenwirt der Spitzmeilenhütte hatte uns den Tipp gegeben, den Panoramaweg nach Naraus zu nehmen und von dort abzufahren. Der Weg verlief am Berg entlang und hatte zurecht seinen Namen. Am Ende ging es nochmal kurz steil runter, wir und vor allem unsere Knie waren dann sehr froh, als wir den Sessellift erreichten.

Der Sessellift brachte uns nach Foppa. Eigentlich wollte mein Mann uns dort abholen, doch er konnte doch nicht bis dahin mit dem Auto fahren. Also sind wir auch noch mit dem Sessellift nach Flims hinunter gefahren. Bevor die zweieinhalbstündige Autofahrt losging, haben wir unsere Füße noch an einem Brunnen gewaschen, damit wir alle die Fahrt überstehen konnten.

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