In einem Hotelzimmer nur zu zweit zu schlafen ist natürlich deutlich entspannter und ruhiger. Entsprechend war das frühe Aufstehen kein wirkliches Problem. Beim Frühstück bekamen wir dann Brot, um uns etwas für unterwegs zu schmieren. Das mussten wir extra vorbestellen und beim Belag durften wir kein Fleisch nehmen, weil wir ja vegetarisch angemeldet waren. Um 8:15 ging es dann los. Zunächst durch Weisstannen und dann an der Lavtina entlang über einen Schotterweg. Dieser war stellenweise schon recht steil und es ging stetig bergauf. Es war richtig frisch, vermutlich höchstens 10 Grad. Durch den Aufstieg haben wir trotzdem geschwitzt, aber die Luft war echt kalt.

Am Batöni (1533m) fallen 4 Wasserfälle zusammen. Das kann man von einer Hängebrücke anschauen.

Nun wurde der Weg schmal und immer steiler. Deswegen haben wir uns gefreut, dass wir an der Alp Valtüsch einen Kaffee gegen Spende bekamen. Beim Weitergehen haben wir einmal kurz den Weg verloren, glücklicherweise das einzige Mal an diesem Tag.

Der Weg auf den Heidelpass ging nun nur noch bergauf und wurde richtig krass steil. Wir haben irgendwann erstmal gevespert, denn bis oben wären wir nicht mehr gekommen. Es war weiterhin recht frisch, weil es wolkig war.

Oben auf dem Heidelpass (2387m) haben wir in Ermangelung eines heutigen Gipfels erstmal einen Gipfelschluck genommen.

Es folgte ein kurzer steiler Abstieg und danach ging der Weg auf und ab und hatte auch gerade Passagen, insgesamt gut zu laufen. Außerdem war die Aussicht einfach grandios. Wir kamen am Plattenseeli (2318m) vorbei, wo es echt viele Kühe hatte. Außerdem sahen wir in der Ferne immer mal wieder Murmeltiere und tatsächlich auch Steinböcke.

An der Vorderen Chrazeri (2412m) war man direkt unter dem Heubützlipass, über den es am folgenden Tag gehen würde. Hier gab es die Reste vom Vesper und die obligatorische Brause. Bis zum Endpunkt der Etappe sollte es jetzt noch eine Stunde und 40 Minuten dauern. Der Weg zog sich aber extrem. Irgendwann konnte man die Hütte in der Ferne sehen, aber der Weg geht auf und ab, stellenweise recht steil und es sind viele Bäche zu überwinden. Richtig blöd war ein großes und schräges Schneefeld, was einfach nur rutschig war und ein guter Weg schlecht erkennbar. Schließlich hatten wir es geschafft und Möhlsaft, Kuchen und Hüttenkaffee waren die Belohnung. Nach dem Einrichten im Massenlager und Frischmachen war es Zeit zum Nachtessen. Danach sind wir bald sehr müd ins Bett gegangen.

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