Das frühe Frühstück war ebenfalls eher einfach, aber wir sind satt geworden und konnten gestärkt aufbrechen.

Auf der Fahrt durch den Etosha-Park haben wir noch einmal am Wasserloch Klein Okevi angehalten, an dem am Tag zuvor die Löwin gelegen hatte. Heute trank dort eine Gruppe Impalas, was ein sehr hübscher Anblick war.

Danach sind wir zum Wasserloch Klein Namutoni, dort waren zwei Kudu-Weibchen und Springböcke zu sehen. Danach sind wir über den Dik-Dik-Drive gefahren und haben einzelne Dik-Diks gesehen. Die sind so niedlich! Auf dem Rückweg kamen wir nochmal an Klein Namutoni vorbei. Nun tummelte sich dort eine Zebraherde.

Damit war unsere schöne Zeit im Etosha-Park endgültig beendet. Durchs von Lindquist Gate haben wir den Park Richtung Tsumeb verlassen. Wenige Kilometer später hat uns die Polizei auf dem Highway angehalten. Leider hatte ich nicht das richtige Licht an und kriegte nun ein Ticket. Das bedeutete, dass der Streifenpolizist ein Formular ausfüllte, was ungelogen locker 15 Minuten dauerte, zumal er mit meinen Namen im Pass nicht klarkam. Mit diesem Schein musste ich nun zur Polizei nach Tsumeb fahren, um das Ticket zu bezahlen.

Kurz vor Tsumeb wollten wir noch einen Geocache finden, dieser lag am See Otjikoto. Um dorthin zu gelangen mussten wir uns am Eingang in eine Liste eintragen – wie immer in Namibia mit dem Autokennzeichen, was wir deshalb schon auswendig können – und ungefähr 20 Meter weiter mussten wir den Eintritt zahlen und uns mit denselben Daten in eine weitere Liste eintragen. Dann konnten wir zum See. Dieser ist quasi ein tiefes, schon ziemlich leergepumptes Loch in Felsgestein. Er passt so gar nicht in die umgebende Landschaft. Den Cache haben wir ziemlich lange gesucht, weil die Koordinaten in eine andere Richtung wiesen und der Tipp auch nicht half. Als wir schon fast aufgeben wollten, hab ich ihn dann doch noch entdeckt.

In Tsumeb haben wir zunächst getankt und dann am Museum nach einem weiteren Geocache geschaut. Dieser war aber leider nicht zugänglich, weil das Museum gerade Mittagspause hatte. Also war unser nächster Halt die Polizeistation. Dieses Erlebnis war die Strafe von 250 Namibischen Dollar (ca. 16€) schon fast wert. Wenn man reinkommt, steht man vor einem Gitter, dahinter sind die Polizisten, man wird also gar nicht ganz vorgelassen. Zunächst wurden wir komplett ignoriert. Schließlich tauchte eine Poilzistin auf, nahm mir schonmal die Bescheinigung und das Geld ab. Ich musste unterschreiben, dass ich die Schuld eingestehe, natürlich mit Nummer vom Pass. Das reichte sie an eine weitere Polizistin weiter, die nun hinging und eine Quittung ausstellte, schön handschriftlich mit Kohlepapier. Währenddessen tauchte eine Gruppe junger Männer auf, die eigentlich in der Zelle nebendran waren, aber da jetzt so rumliefen. Die schreibende Polizistin wies schließlich einen weiteren Polizisten an, die Jungs in die Zelle zurückzubringen, was er auch tat. Einer von denen kam aber wieder raus und versuchte mit uns ein Gespräch anzufangen. Das Schreiben der Quittung wurde derweil mehrfach unterbrochen um mit den anderen Polizistinnen ein Gespräch zu führen. Schließlich war sie mit dem Schreiben fertig, entdeckte dann, dass sie etwas vergessen hatte und das Kohlepapier musste wieder zwischen Original und Kopie eingefügt und die fehlende Information ergänzt werden. Den Durchdruck erhielt ich dann, es war Quittung und Schuldeingeständnis zugleich. Das Schreiben dieses Berichtes hier ging mit Sicherheit schneller als der ganze Prozess in Wirklichkeit gedauert hat, denn wir waren bestimmt 20 Minuten dort.

Endlich konnten wir weiter. Die Strecke bis zum Waterberg sind wir durchgefahren, weil es unterwegs keine schönen Stopps mehr gab. Wir haben schließlich das Waterberg-Plateau aus der Ferne entdeckt. Ein interessanter Anblick, zumal es hier wieder so ist, dass die Umgebung um das Plateau bereits auf 1400 Metern liegt.

Nach dem Einchecken in der Waterberg Valley Lodge haben wir Tee und Kuchen gehabt, dann schonmal alles aus dem Auto geräumt, weil beim nächsten Packen ja alles in die Koffer musste. Dann haben wir es uns gemütlich gemacht und den Ausblick über das Tal genossen. Außerdem haben wir uns schon für die Unternehmungen des nächsten Tages angemeldet.

Das Abendessen gab es in dem offen gebauten Restaurant, zum Ausgleich für die abendliche Frische waren die Kamine an. Das Essen war total lecker und dann wurden uns von unserem Kellner auch noch Stachelschweine gezeigt. Witzige Viecher.

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