Am Morgen vor unserer Abfahrt wollten wir noch an dem Morning Walk teilnehmen. Dazu mussten wir um 7 wieder auf der Kalahari Red Dune Lodge sein. Nach dem Walk sollten wir dort auch das Frühstück bekommen, denn sonst würde es zu spät werden. Entsprechend früh mussten wir also wieder aufstehen und im Dunkeln rüberfahren. An der Lodge mussten wir noch etwas warten und haben Tee getrunken und das Wi-Fi genutzt. Unser Guide war dann wieder Chamberlain, was uns sehr gefreut hat. Mit uns waren noch vier Sachsen unterwegs, die einen Freelance-Reiseleiter hatten und auch auf der Teufelskrallen-Lodge waren. Wir hatten sie am Abend vorher schon beim Essen gesehen.

Chamberlain hat den Walk ebenso gut gemacht, wie den Sundowner-Drive. Diesmal haben wir auch wieder ein paar Tiere gesehen, aber vor allem haben wir die Spuren und die Losungen von verschiedenen Tieren kennengelernt. Wir wissen jetzt auch, dass die große Giraffe echt kleine Köttel fallen lässt. Außerdem haben wir auch einige Pflanzen kennengelernt. Die Strecke, die wir gelaufen sind, war nochmal der Nyala-Walk. Aber das machte überhaupt nichts, da wir so viele neue Sachen gesehen haben und der Weg auch ein zweites Mal spannend war.

Im Endeffekt waren wir erst nach 10 wieder an der Lodge. Obwohl das Frühstück eigentlich nur bis 10 ging, hat niemand Stress gemacht und wir konnten entspannt essen. Beim Verabschieden stellten wir fest, dass die Sachsen in dieselbe Lodge fahren würden wie wir. Wir sind dann nochmal in unser hübsches Zelt zurückgekehrt, haben gepackt und dann ausgecheckt. Auch dabei hat niemand Stress gemacht, dass es schon 12 war.

Ingo ist nun die erste Strecke gefahren. In Mariental haben wir zunächst in einer Metzgerei, die Chamberlain empfohlen hatte, Biltong für Ingo gekauft. Dann haben wir noch einen Geocache auf dem Kirchengrundstück gehoben. In Mariental gab es schon einige Schotterstraßen, aber auch Asphalt.

Hinter Mariental ging es noch ein Stück über die B1 und dann auf die C19. Die ging einfach nur geradeaus und es passierte auch sonst kaum etwas. Einmal waren am Straßenrand drei Warzenschweine und wir haben noch einen Geocache gefunden. In Maltahöhe waren die meisten Straßen dann nur noch Schotter, an einer Stelle war nur die Kreuzung aspaltiert. Dort gab es zwei weitere Geocaches, einer versteckt in einer Laterne. Nach Maltahöhe war dann der Asphalt zu Ende. Wir mussten erst auf die C14, die uns wieder auf die C19 führte. Die C14 war eine ziemlich holprige Schotterpiste, die C19 war dann wieder etwas besser. Trotzdem ist das Fahren auf Schotter echt anstrengend. Interessanterweise ist es im langsamen Tempo meist ruckeliger als mit 60 bis 80 km/h. Außerdem kam die Erkenntnis, dass man da fährt, wo es am besten geht, egal ob das links, rechts oder in der Mitte ist. Man zieht die ganze Zeit eine Staubfahne hinter sich her. Und wenn jemand entgegenkommt, fährt man erstmal halb blind durch dessen Staubfahne. An einer Stelle mussten wir auch noch über einen Pass. Mit engen Kurven und steilen Auf- und Abfahrten ein besonderes Erlebnis auf Schotter. Die Landschaft war inzwischen eine völlig andere geworden. Wir befanden uns nun in den Naukluft-Bergen. Die Hauptfarbe ist nun rot und es sah genaus aus, wie man es von kitschigen Afrikafotos kennt. Wir hätten ständig anhalten können, um genau solche Fotos zu machen. Teilweise haben wir das natürlich auch gemacht.

Entsprechend spät sind wir an der Elegant Desert Lodge angekommen, wir haben es gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit geschafft. An der Lodge selbst gab es auch Unterkünfte. Wir waren glücklicherweise im Eco Camp, dafür mussten wir noch 3 Kilometer über Schotter zu einem Zeltlager fahren. Unterwegs haben wir direkt ein paar Oryxe gesehen. Das Zelt war dieses Mal deutlicher als Zelt zu erkennen, aber immer noch total edel. Allerdings sollte man schon recht vertraut miteinander sein, da die Toilette nicht abgetrennt ist. Ich hab schnell geduscht und dann sind wir zum Abendessen. Das wird in einem Open-Air-Restaurant am offenen Feuer gezaubert. Auch für mich wurde wieder extra etwas Vegetarisches gemacht, was fast vegan war.

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