Die ersten 1000 Kilometer

Auf meinem Blog hier kommt zur Zeit eine meiner Leidenschaften irgendwie zu kurz. Es könnte natürlich daran liegen, dass Radfahren im Winter nicht immer unbedingt die passendste Sportart ist und sich das kalte und feuchte Wetter dieses Jahr einfach viel zu lange gehalten hat.

Aber …

Seit vier Jahren bin ich im Winter immer durchgefahren. Schon länger habe ich über die Anschaffung eines passenden Fahrrads nachgedacht. Im letzten Winter bin ich immer mit dem Rennrad gefahren, nur wenn es wegen Glätte oder Schnee gar nicht ging, bin ich aufs Mountainbike umgestiegen. Bei Kälte mit 23mm-Reifen zu fahren, war aber auch ohne Eis und Schnee nicht so prall. Außerdem leidet das Rad natürlich unter den Witterungsbedingungen und dem Streusalz.

Im Herbst war es dann soweit und ich habe mich auf die Suche begeben, es sollte ein Crossrad werden. Es war von vornherein klar, dass das keine günstige Angelegenheit wird, andererseits nutze ich meine Fahrräder täglich, da muss schon etwas Vernünftiges her. Mein Rennrad hatte ich gebraucht und das Mountainbike online gekauft. Auch wenn ich mit beiden Käufen zufrieden war, wollte ich dieses Mal vor Ort kaufen, denn so hat man dann direkt einen Ansprechpartner, sollte mal etwas am Rad sein.

Meine Wahl fiel auf das Orbea Terra. Verwöhnt durch das Fliegengewicht meines Rennrades habe ich mich hier auch für Carbon entschieden. Natürlich hat das Rad Scheibenbremsen. Die 105er-Shimanoschaltung ist robust und deutlich weniger zickig als die Dura Ace am Rennrad. Außerdem ist mir erstmal so richtig bewusst geworden, wie „alt“ dann doch mein Rennrad ist, denn bei dem neuen Rad verlaufen natürliche alle Züge innen, was ich noch gar nicht gewohnt war.

Inzwischen habe ich die ersten 1000 Kilometer auf dem Rad hinter mir. Am Anfang hab ich ziemlich viel rumgeschraubt bzw. rumschrauben lassen. Der Originalsattel ging gar nicht, ich habe dann zwei weitere ausprobiert bis ich zufrieden war. Auch den Vorbau haben wir mehrmals gewechselt. Beim Bikefitting hat sich nämlich das bestätigt, was ich eigentlich schon immer wusste: ich hab recht kurze Arme. Im Vergleich zu anderen mit meiner Körpergröße sind sie 4,9cm kürzer als der Durchschnitt. Das macht sich dann natürlich auch beim Radfahren bemerkbar (und beim Klettern…). Die Schutzbleche hab ich natürlich nur für das ärgste Winterwetter genutzt und bald abmontiert, denn sie stören schon sehr bei der Optik.

Ich mag mein Crossbike sehr. Es hat mir in allen Wetterlagen gute Dienste geleistet. Und ich bin es aufgrund des eher bescheidenen Frühlingswetters in diesem Jahr jetzt auch echt lange gefahren.

Dennoch …

Als ich dann bei tollem Wetter endlich mal wieder auf mein Rennrad gestiegen bin, war es wie Heimkommen. Gut, ich bin das Rennrad natürlich noch mehr gewohnt, denn den inzwischen 1400 km auf dem Crossbike stehen 22000 km auf dem Rennrad gegenüber. Aber trotzdem ist Rennrad fahren dann irgendwo doch geiler. Leider ist mein Rennrad inzwischen ziemlich durch und ich muss wohl oder übel über die Anschaffung eines neuen nachdenken. Allerdings hoffe ich, dass es diese Saison noch schafft.

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