Bereits von daheim aus hatten wir die Schiffstour zur spektakulären Insel Staffa gebucht. Dafür geht man in Oban auf die Fähre. Wir hatten uns für die Earlybird-Variante entschieden, haben also die Fähre um 7:30 genommen. Die Überfahrt zur Isle of Mull nach Craignure dauerte 55 Minuten und war aufgrund des milden Wetters in warmer Jacke, Mütze und Schal gut auf dem Oberdeck auszuhalten.

Auf Mull stiegen wir in einen Doppeldeckerbus, der uns quer über die Insel nach Fionnphort zum Hafen für das Schiff nach Staffa brachte. Der Busfahrer wusste uns mit interessanten Informationen zu unterhalten. Sein trockener Humor machte die Fahrt zu einem Erlebnis. Mull ist total dünn besiedelt und an vielen Stellen total karg.

Mit einem kleinen Schiff ging es nun hinüber nach Staffa. Die Fahrt dauerte ungefähr eine Dreiviertelstunde und war recht schaukelig. Glücklicherweise hatte es keine ganz so hohen Wellen. Staffa beeindruckt schon vom Wasser aus. Die hexagonalen Basaltsäulen sehen aus, als seien sie bearbeitet worden, sind aber das Ergebnis der vulkanischen Aktivitäten, durch die Staffa entstanden ist. Nach dem Anlanden sind wir zunächst quer über die Insel gelaufen, in der Hoffnung dort auf die bekannten Papgeientaucher (puffins) zu treffen. Leider war es dafür noch etwas zu früh im Jahr, sodass sie noch nicht mit dem Brüten angefangen hatten. Danach sind wir rübergelaufen zu Fingal’s Cave. Der Weg geht über hexagonale Stufen am Rand der Insel entlang. Leider konnte man die Höhle selbst nicht betreten. Aber bereits der Eingang beeindruckte uns sehr. Zurück auf dem Boot haben wir dann noch Papageientaucher auf dem Wasser sehen können.

Mit dem Boot ging es nun nach Iona. Dort hatten wir zweieinhalb Stunden Aufenthalt. Zunächst sind wir ein wenig über die Insel gebummelt und haben uns ein paar Sachen angeschaut, z. B. das ehemalige Nonnenkloster, das seine Blüte vom 13. bis 16. Jahrhundert hatte. Im Gardencafé haben wir uns ein bissle gestärkt und natürlich hatte es dort auch Sojamilch für den Kaffee. Danach sind wir zu Abby of Iona gelaufen und haben uns diese von außen angeschaut.

Ich bin dann noch auf den höchsten „Berg“ von Iona gestiegen, der immerhin 100 Meter hoch ist. Dort oben hat es krass gewindet, aber es gab eine tolle Aussicht. Und es war so schön sonnig, dass es trotzdem nicht besonders kalt war.

Dann ging es schon wieder auf die Fähre, die uns in 10 Minuten zurück nach Mull und zum Bus brachte. Die Fahrt über Mull war dann eine prima Gelegenheit für ein kleines Nickerchen.

Nun ging es nochmal auf die Fähre. Nach 55 Minuten erreichten wir wieder Oban.

Nach einem kleinen Einkauf fürs Abendessen sind wir nach Tarbert gefahren, wo wir in einem Pod-Park die Nacht verbringen wollten. Diesmal hatten wir die einfache Variante im Campingplatz-Stil. Alles war sehr praktisch und sauber und vor allem war der Weg zur Fähre nach Islay nur ein Katzensprung.

2 thoughts

  1. Wow, was anderes fällt mir da nicht ein 🙂 diese Säulen sind total imposant und überhaupt ist es einfach schön da! Wir müssen unbedingt noch mal nach Schottland, die ganzen Inseln haben wir beim letzten mal völlig außen vor gelassen. Das haben wir direkt bei der Abreise schon gesagt, dass wir gerne noch mal wieder kommen 🙂 Habt ihr die Fähren vorab gebucht oder erst vor Ort? Wir konnten damals nicht von Mallaig nach Skye fahren, weil wir eben nicht vorab die Fähre gebucht hatten, wobei das eben mit dem Auto vielleicht kein Problem gewesen wäre, aber das WoMo hat nicht mehr drauf gepasst.

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  2. Ja, die Inseln sind toll! Wir haben so ein Komplett-Paket vorab im Internet gekauft und am Abend vorher abgeholt: Fähre von Oban nach Mull, Bus über Mull zum Schiff, Schiff nach Staffa, Schiff nach Iona, Fähre nach Mull, Bus über Mull und Fähre zurück nach Oban. Das war ein kompletter Tag. Für jede Teilstrecke hatten wir ein Einzelticket, das wir dann immer vorgezeigt haben. Sehr praktisch. Und die Earlybird-Tour ist zu empfehlen, da sie nicht ganz so voll ist wie die späteren am Tag.

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