Der Start gelang fast so pünktlich wie geplant, um 7:10 saßen wir im Auto nach Konstanz, netter Weise wurden wir gefahren. Dort angekommen, haben wir dann erstmal einen Kaffee getrunken, man sollte ja auch so eine Wanderung nicht überstürzen. Dann sind wir in den Stadtgarten gelaufen, um den Weg auch richtig zu beginnen, nämlich an der Gedenktafel. Der Weg führte uns nun am Konstanzer Hafen entlang durch Kreuzlingen und Münsterlingen und lag direkt am See und größtenteils im Schatten. Dadurch waren die Temperaturen noch sehr gut auszuhalten. Leider haben meine Füße net so recht mitgespielt und taten total weh, vor allem der linke Fußballen und der rechte Knöchel bereiteten mir Schmerzen. Auf der Höhe von Altnau machten wir erstmal eine Pause, 10km waren schon geschafft, Zeit für ein Vesper. Ich hab dort die Sohlen aus den Schuhen genommen, in der Hoffnung, dass meine Füße dann mehr Platz hätten. Außerdem hab ich versucht, sie im See zu kühlen (also die Füße, net die Schuhe) was an der Stelle in einem ziemlichen Schlammbad endete. War aber bestimmt gut für die Haut. Meinen Füßen gings zunächst besser und wir kamen gut voran. In Güttingen gabs eine Lesebank, neben der ein kleiner Bücherschrank stand. Da wären wir ja fast hängen geblieben. Die Temperatur stieg immer mehr, der Schmerz auch, also haben wir zwei Bänke in der Nähe von Uttwil für einen kleinen Mittagsschlaf genutzt. Danach führte der Weg leider über Asphalt durch die pralle Sonne. Deshalb haben wir kurz vor Romanshorn, direkt neben dem Seebad, den Sprung in den See gewagt. Das Wagnis hielt sich bei diesen Temperaturen – sowohl von Luft als auch Wasser – allerdings in Grenzen, erfrischend war es aber allemal. Dort haben wir dann meinen Füßen noch ein bissle Ruhe gegönnt. Richtig geholfen hats net, die letzten zwei Kilometer bis zur Unterkunft waren echt hart, ich musste mich zu jedem Schritt überwinden.

Unsere Unterkunft in Salmsach, die wir über airbnb gebucht hatten, ist in einem urigen Haus mit einer sehr netten Gastgeberin. Wir haben dann nur noch geduscht, etwas Wäsche gewaschen, gegessen, was man macht nach so einem Tag Wandern. Meine Blasen hab ich aufgestochen und meine Füße unvegan mit Hirschtalgsalbe eingerieben. Wenn ich schon dieses Opfer bringe, muss es doch einfach helfen. Dann gings mit dem Ebook früh ins Bett.

Für morgen haben wir nach Plan A – ich kann weiter laufen – Plan B überlegt: ich laufe solang es geht und fahre dann mit Zug weiter. Plan C ist, ich fahre die komplette morgige Strecke mit dem Zug. Über Plan D – ich breche ab – denke ich noch nicht nach. Plan A bis C beinhalten auch die Überlegung, mir unterwegs neue Schuhe zu kaufen. Meine Schwester hat nur Ausschlag an den Beinen und einen leichten Sonnenbrand zu beklagen, sie kann also auf jeden Fall weiter laufen. Da sieht man mal wieder, wie viel zwei Jahre Altersunterschied ausmachen. 😂 

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