In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Rausgehen heißt hier bei uns oft auch rausfahren. Die Wege sind eindeutig länger als wir es noch aus dem Ruhrgebiet kennen. Allerdings braucht man auf dem Land deutlich weniger Zeit, denn es gibt einfach nicht so viel Verkehr und das ist etwas, woran wir uns gut gewöhnen konnten. Es sei denn … es gibt mal wieder eine Umleitung. Auf unserem Weg über die Schwäbische Alb hatten wir gleich mehrere davon. Das bedeutet dann immer eine Wegverlängerung von einigen Kilometern. Aber die Landschaft ist schön, das Fahren entspannt, wir hatten es nicht eilig, also waren wir gelassen und sind zur Mittagszeit in Ulm angekommen. Sehr praktisch, denn dann konnten wir direkt essen gehen. Wir hatten uns das Anondo, ein bengalisches Restaurant, ausgesucht. Das Essen war total lecker, auf den Punkt gewürzt, die Schärfe genau passend und die Portionen genau richtig zum Sattwerden. Der Besitzer war sehr freundlich, wir haben uns wohlgefühlt.
So gestärkt ging es dann durch Ulm. Auf dem Weg zum Münster haben wir gleich zwei Caches mitgenommen. Einer lag in einer Tiefgarage, so dass es keinen GPS-Empfang gab und auf einer Höhe, die nur für Menschen über 1,80m erreichbar war, wir haben mal keinen Favoritenpunkt vergeben… Das Ulmer Münster mit seinem – wie wir dann erfahren haben – welthöchsten Kirchturm hat uns sehr beeindruckt. Die Innenstadt ist sehr hübsch zum Bummeln.
Für den Heimweg hatten wir noch den Besuch der zum Weltkulturerbe gehörenden Höhlen bei Schelklingen geplant. In der Höhle Hohle Fels sind die weltweit älteste figürliche Darstellung (Venus vom Hohle Fels, 42500 Jahre alt) und das weltweit älteste Musikinstrument (Flöte aus Geierknochen, ebenfalls 42500 Jahre alt) gefunden worden. Es gibt dort eine kleine Ausstellung mit Erklärungstafeln und die Höhle zu besichtigen – das hat mein Historikerinnenherz höher schlagen lassen, so spannend. Die Sirgensteinhöhle ist ganz in der Nähe, aber offen zugänglich, vorausgesetzt man weiß, wo man sie suchen muss. Das wussten wir nur, weil dort auch ein Cache versteckt war. Die Höhle ist ziemlich tief und man kann einfach reingehen, wenn man sich ins Dunkle traut. Der Cache hat sich dann ziemlich lange suchen lassen, weil wir an der Höhle keinen Handyempfang für den Tipp hatten und es mehrere Orte gab, die laut Beschreibung hätten zutreffen können. Die Terrainwertung von 4 war allein durch die zahlreichen Brennnesseln und Spinnennetze berechtigt 😉
Erfüllt von neuen ganz alten Eindrücken ging es dann heim.
Ein schöner Tag!

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